Medizin studieren nc: Dein Weg zum Studienplatz – medizin studieren nc Tipps

Du träumst vom Medizinstudium, aber der Numerus Clausus (NC) fühlt sich an wie eine unüberwindbare Mauer? Keine Sorge. Der Schlüssel zum Erfolg ist, den NC nicht als starre Notengrenze zu sehen. Stell ihn dir lieber als einen dynamischen Wert vor, der jedes Semester neu aus dem Verhältnis von Bewerbern zu Studienplätzen entsteht. Mit der richtigen Strategie ist der Weg ins Studium auch ohne ein perfektes 1,0-Abitur absolut machbar.

Wie du trotz hohem NC erfolgreich Medizin studieren kannst

Der Wunsch, Arzt oder Ärztin zu werden, ist bei vielen ungebrochen stark. Doch die Realität kann schnell ernüchternd sein: Tausende hochmotivierte Bewerberinnen und Bewerber kämpfen um eine Handvoll Studienplätze. Genau diese riesige Nachfrage ist der Grund, warum der „Medizin studieren NC“ für so viele zur größten Herausforderung wird.

Stell dir den Bewerbungsprozess aber nicht als diese eine große Mauer vor, sondern eher wie ein System mit mehreren Toren. Deine Abiturnote öffnet vielleicht das erste Tor, aber es gibt noch viele andere, die du ganz gezielt ansteuern kannst. Anstatt dich also von den hohen NC-Werten der letzten Jahre entmutigen zu lassen, solltest du verstehen, welche Hebel du wirklich in der Hand hast. Du kannst deine Chancen aktiv verbessern.

Dieser Guide wird dir genau das zeigen. Wir bringen Licht ins Dunkel des Bewerbungsverfahrens und geben dir eine klare, strategische Roadmap an die Hand. Du wirst lernen:

  • Was der NC wirklich bedeutet: Er ist keine willkürliche Hürde, sondern das simple Ergebnis von Angebot und Nachfrage.
  • Die Macht der drei Quoten: Die Abiturbestenquote ist nur ein Weg. Deine größten Chancen liegen im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) und der Zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ).
  • Wie du dein Profil stärkst: Deine Abiturnote ist nur ein Puzzleteil. Gezielte Testvorbereitung, praktische Erfahrungen und eine kluge Bewerbungsstrategie sind oft entscheidender.
  • Welche konkreten Schritte du gehen musst: Von der Anmeldung zum TMS bis zur Priorisierung deiner Wunschunis – wir führen dich Schritt für Schritt durch den Prozess.

Der Konkurrenzkampf um die Medizinstudienplätze in Deutschland ist und bleibt extrem hart, einfach weil die Plätze so begrenzt sind. Zuletzt kamen bundesweit 32.966 Bewerber auf nur rund 10.200 Studienplätze in der Humanmedizin. Das bedeutet, dass sich rein statistisch gesehen etwa drei Leute um einen einzigen Platz gestritten haben. Diese Quote macht deutlich, warum der NC so eine große Rolle spielt. Mehr zu den aktuellen Zahlen und Trends findest du übrigens bei studimed.de.

Dein Ziel sollte es nicht sein, passiv auf einen Studienplatz zu hoffen. Dein Ziel ist es, proaktiv zu handeln und deine Bewerbung so zu gestalten, dass sie im Wettbewerb heraussticht.

Der Weg ins Medizinstudium ist kein Sprint, sondern ein strategischer Marathon. Mit dem richtigen Wissen und einer guten Vorbereitung kannst du deine Ausgangsposition entscheidend verbessern. Eine durchdachte Planung ist hier das A und O. Wirf am besten auch einen Blick in unseren Guide zur Vorbereitung auf das Medizinstudium, um dir einen kompletten Überblick zu verschaffen.

Den Numerus Clausus für Medizin wirklich verstehen

Der Begriff „Numerus Clausus“ (NC) schwebt wie ein Damoklesschwert über dem Traum vom Medizinstudium. Viele stellen sich darunter eine feste Abiturnote vor, die eine Uni quasi willkürlich festlegt. Doch diese Vorstellung ist schlichtweg falsch und sorgt für unnötige Panik.

Stell dir die Vergabe der Studienplätze lieber wie den Einlass zu einem exklusiven Konzert vor, für das es nur eine begrenzte Anzahl an Tickets gibt. Die Bewerber stehen in einer langen Schlange, und deine Position darin hängt nicht allein von deiner Abiturnote ab. Es ist vielmehr eine Gesamtpunktzahl, die du auf ganz unterschiedliche Weise sammeln und verbessern kannst.

Der Numerus Clausus ist dann nichts anderes als die Punktzahl der allerletzten Person, die gerade noch so ein Ticket ergattern konnte. Er ist also kein Wert, der vorher festgelegt wird, sondern ein Ergebnis, das sich jedes Semester neu ergibt – je nachdem, wie viele Plätze es gibt und wie gut die anderen Bewerber in der Schlange sind.

So funktioniert das Punktesystem bei der Zulassung

Um zu verstehen, wie du deine Position in dieser fiktiven Warteschlange verbessern kannst, müssen wir uns ansehen, wie die Plätze überhaupt verteilt werden. Das Ganze läuft über drei verschiedene Töpfe, die sogenannten Quoten. Jede dieser Quoten hat ihre eigenen Spielregeln und bietet dir somit ganz unterschiedliche Chancen.

Diese Grafik zeigt dir, wie sich die Studienplätze auf die drei Quoten aufteilen.

Flussdiagramm der Zulassungsquoten für ein Studium, zeigt die Schritte Abitur, AdH und ZEQ.

Man sieht sofort: Das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) macht mit 60 % den Löwenanteil aus. Genau hier liegt deine größte strategische Chance.

Schauen wir uns die Quoten mal genauer an:

  1. Abiturbestenquote (30 % der Plätze): Hier zählt tatsächlich fast nur deine Abiturnote. Die Plätze gehen an die Bewerber mit den Top-Noten, die über ein landesweites System vergleichbar gemacht werden. Um hier reinzukommen, brauchst du in der Regel einen Schnitt von 1,0.

  2. Zusätzliche Eignungsquote – ZEQ (10 % der Plätze): Diese Quote ist super interessant, denn deine Abiturnote spielt hier absolut keine Rolle. Was zählt, sind ausschließlich notenunabhängige Kriterien. Das kann ein herausragendes Ergebnis im Test für Medizinische Studiengänge (TMS) sein, eine abgeschlossene Berufsausbildung (z. B. als Notfallsanitäter) oder anerkannte Freiwilligendienste.

  3. Auswahlverfahren der Hochschulen – AdH (60 % der Plätze): Das ist die wichtigste und gleichzeitig komplizierteste Quote. Jede Uni kocht hier ihr eigenes Süppchen und legt eigene Kriterien fest. Deine Abiturnote ist hier nur einer von mehreren Bausteinen.

Der springende Punkt ist: In der größten Quote, dem AdH, kannst du eine mittelmäßige Abiturnote durch hervorragende Leistungen in anderen Bereichen aktiv ausgleichen. Dein Schicksal liegt also nicht allein in deinem Abiturzeugnis.

Nutze deine Chancen im AdH ganz gezielt

Im AdH wird deine Bewerbung zu einem Portfolio deiner ganz persönlichen Fähigkeiten. Die Unis vergeben Punkte nach einem individuellen Schlüssel. Eine Uni legt vielleicht riesigen Wert auf dein TMS-Ergebnis, während eine andere eher eine abgeschlossene Ausbildung oder praktische Erfahrung honoriert.

Was das für dich heißt? Du kannst ganz gezielt die Kriterien erfüllen, die an deinen Wunschunis hoch im Kurs stehen. Ein exzellenter TMS-Score kann deine Gesamtpunktzahl so stark nach oben katapultieren, dass deine Abiturnote fast zur Nebensache wird. Deine Bewerbung ist also kein Glücksspiel, sondern eine strategische Aufgabe.

Informiere dich ganz genau über die Voraussetzungen für das Medizinstudium und die spezifischen Kriterien der Hochschulen. Nur so kannst du deine Stärken optimal ausspielen.

Deine Chancen mit TMS und Berufsausbildung maximieren

Ein perfektes 1,0-Abitur ist quasi das goldene Ticket fürs Medizinstudium – aber mal ehrlich, die wenigsten von uns halten dieses Ticket in den Händen. Die gute Nachricht? Das musst du auch gar nicht. Deine Bewerbung ist viel mehr als nur eine einzige Note. Sie ist ein Portfolio, das du ganz aktiv mit wertvollen Pluspunkten füllen kannst.

Dieser Abschnitt ist dein strategischer Werkzeugkasten dafür. Wir schauen uns jetzt die beiden mächtigsten Hebel an, die dir zur Verfügung stehen, um den „Medizin studieren NC“ zu knacken: den Test für Medizinische Studiengänge (TMS) und eine anerkannte Berufsausbildung im Gesundheitswesen.

Schreibtisch mit Dokumenten, Stift, Brille, Papierklammern und einer Jacke mit Erste-Hilfe-Symbol, darunter der Text 'TMS Und Ausbildung'.

Der TMS als dein stärkster Trumpf

Der Test für Medizinische Studiengänge, kurz TMS, ist deine größte Chance, eine nicht ganz perfekte Abiturnote auszugleichen. Stell dir deine Bewerbungspunktzahl wie eine Waage vor. Auf der einen Seite liegt dein Abitur. Wenn das nicht ganz so schwer wiegt, legst du auf die andere Seite ein Top-TMS-Ergebnis und bringst die Waage wieder zu deinen Gunsten ins Gleichgewicht.

Im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH), das mit 60 % der Plätze die größte Quote darstellt, ist der TMS oft der absolute Gamechanger. Viele Unis verrechnen deine Abiturnote direkt mit deinem Testergebnis. Ein überragender Testwert kann deinen Gesamtscore so dramatisch anheben, dass du Bewerber mit besseren Noten, aber ohne starken TMS, locker im Ranking überholst.

Ein gutes TMS-Ergebnis beweist nicht nur deine kognitiven Fähigkeiten, sondern schreit förmlich: „Ich will das wirklich und bin bereit, dafür zu arbeiten!“ Genau das wollen die Universitäten sehen.

Aber auch in der Zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ), in der deine Abiturnote komplett egal ist, spielt der TMS eine zentrale Rolle. Hier geht es ausschließlich um notenunabhängige Kriterien – und ein starkes Testergebnis ist hier oft der wichtigste Punktelieferant.

So viel zählt der TMS an den Unis wirklich

Jede Hochschule kocht hier ihr eigenes Süppchen und gewichtet den TMS anders. Deshalb ist eine gezielte Recherche für deine Wunschunis unerlässlich. Ein paar Beispiele zeigen aber, was für eine Wucht der Test haben kann:

  • Universität Heidelberg: Hier kann der TMS im AdH deine Abiturnote massiv aufwerten. Ein Spitzenergebnis katapultiert dich im Ranking nach vorne.
  • Charité – Universitätsmedizin Berlin: Die Charité legt ebenfalls großen Wert auf den TMS und lässt dein Testergebnis stark in die Gesamtwertung einfließen.
  • Universität Tübingen: Auch hier ist der TMS ein absolut zentrales Kriterium, das über Zusage oder Absage entscheiden kann.

Die Vorbereitung auf den TMS ist also keine Option, sondern ein Muss. Sie ist die beste Investition in deine Zukunft. Um das Beste aus deiner Lernzeit herauszuholen, lies dir unbedingt unseren Artikel über erfolgreiche Strategien und Tipps zum TMS üben durch.

Berufserfahrung als zweites starkes Standbein

Neben dem TMS ist eine abgeschlossene, passende Berufsausbildung ein weiterer mächtiger Hebel für deine Bewerbung. Sie bringt dir nicht nur wertvolle Punkte im AdH und in der ZEQ, sondern macht dich auch persönlich und fachlich fit für das, was im Studium und danach kommt.

Du zeigst damit glasklar, dass du dich schon intensiv mit dem Gesundheitswesen beschäftigt hast und weißt, worauf du dich einlässt. Nichts ist wertvoller als echte Praxiserfahrung im Umgang mit Patienten und ein Gefühl für den medizinischen Alltag.

Besonders hoch im Kurs stehen diese Ausbildungen:

  • Notfallsanitäter/in: Hier lernst du medizinisches Handwerk unter Druck und beweist Nervenstärke in Extremsituationen.
  • Pflegefachmann/Pflegefachfrau: Du erwirbst essenzielle Skills in der Patientenversorgung und kennst das klinische Umfeld von innen.
  • Medizinische/r Fachangestellte/r (MFA): Du bekommst tiefe Einblicke in die Abläufe einer Praxis und die ambulante Versorgung.
  • Physiotherapeut/in: Hier eignest du dir ein profundes Wissen über den menschlichen Bewegungsapparat an.

Eine solche Berufserfahrung, wie zum Beispiel die Ausbildung zum Krankenpfleger, gibt dir nicht nur unschätzbare Einblicke, sondern verbessert deine Chancen auf einen Studienplatz ganz konkret. Es ist das beste Signal an die Hochschulen, dass deine Entscheidung für die Medizin Hand und Fuß hat.

Die folgende Tabelle gibt dir einen schnellen Überblick, wie du mit diesen Kriterien in den entscheidenden Quoten punkten kannst.

Überblick der Auswahlkriterien im AdH und der ZEQ

Diese Tabelle zeigt, wie du durch verschiedene Leistungen (TMS, Ausbildung, Dienste) Punkte für die zwei wichtigsten Quoten sammeln kannst, um deine Chancen zu maximieren.

Kriterium Relevanz in der ZEQ Relevanz im AdH Tipp zur Umsetzung
TMS Sehr hoch: Oft das wichtigste Kriterium, da die Abinote nicht zählt. Hoch: Kann die Abiturnote erheblich verbessern und ist oft entscheidend. Beginne mindestens 6 Monate vorher mit einer strukturierten Vorbereitung.
Berufsausbildung Hoch: Bringt je nach Ausbildung und Uni viele Punkte. Mittel bis hoch: Wird von vielen Unis als Bonus auf die Note angerechnet. Wähle eine anerkannte Ausbildung wie Pflege, Notfallsanitäter oder MFA.
Anerkannte Dienste Mittel: z. B. FSJ oder BFD im medizinischen Bereich. Gering bis mittel: Kann als Bonus gewertet werden, aber weniger als eine Ausbildung. Ein FSJ im Krankenhaus ist ein guter Einstieg, um Praxiserfahrung zu sammeln.
Berufspraxis Mittel: Jahre nach einer Ausbildung bringen oft zusätzliche Punkte. Gering bis mittel: Zählt meist weniger stark als die Ausbildung selbst. Nach der Ausbildung weiter im Beruf zu arbeiten, kann sich doppelt lohnen.

Am Ende des Tages zählt nur eines: Verlasse dich niemals nur auf deine Abiturnote. Der TMS und eine passende Berufsausbildung sind deine stärksten Werkzeuge, um deine Bewerbung aktiv zu formen und dein Profil so zu schärfen, dass du im harten Wettbewerb herausstichst. Nutze diese Chancen clever

Alternative Wege ins Medizinstudium finden

Wenn der Weg über das staatliche System in Deutschland zu steinig oder langwierig erscheint, ist das noch lange nicht das Ende deines Traums vom Arztberuf. Es gibt hervorragende Alternativen, die viele gar nicht auf dem Schirm haben, aber absolut realistische Chancen bieten. Anstatt dich also im deutschen System festzubeißen, kannst du deinen Horizont erweitern und ganz neue Türen aufstoßen.

Wir schauen uns jetzt zwei der vielversprechendsten Optionen genauer an: private Universitäten in Deutschland und das Medizinstudium im europäischen Ausland. Beide Wege erfordern eine etwas andere Herangehensweise, belohnen dich aber mit der Chance, dein Ziel auch ohne einen perfekten Numerus Clausus zu erreichen.

Private Universitäten in Deutschland

Das Wort „Privatuni“ löst bei vielen sofort den Gedanken an unbezahlbare Studiengebühren aus. Dieses Vorurteil ist aber oft veraltet und ignoriert die cleveren Finanzierungsmodelle, die es heute gibt. Private Hochschulen wie die Universität Witten/Herdecke, die Medical School Hamburg (MSH) oder die Kassel School of Medicine legen ihren Fokus ganz bewusst woanders hin.

Hier zählt oft nicht die reine Abiturnote, sondern vor allem deine Persönlichkeit, deine Motivation und dein bisheriger Lebensweg. Die Auswahlverfahren sind mehrstufig und umfassen oft persönliche Gespräche, Gruppendiskussionen und Motivationsschreiben. Diese Hochschulen wollen wirklich herausfinden, wer du bist und warum du aus tiefstem Herzen Arzt oder Ärztin werden möchtest.

Ein sehr verbreitetes Finanzierungsmodell ist der sogenannte „umgekehrte Generationenvertrag“. Die Idee dahinter ist eigentlich ganz einfach:

  • Studieren zuerst, zahlen später: Du zahlst während des Studiums keine oder nur sehr geringe Gebühren.
  • Einkommensabhängige Rückzahlung: Erst nach dem Studium, wenn du ein festes Einkommen hast, zahlst du einen prozentualen Anteil deines Gehalts für einen festgelegten Zeitraum zurück.
  • Fairness und Solidarität: Wer mehr verdient, zahlt mehr zurück und finanziert so die nachfolgende Generation. Dieses Modell macht das Studium unabhängig vom Geldbeutel deiner Eltern.

Medizinstudium im Ausland

Eine weitere fantastische Möglichkeit ist ein Blick über die Landesgrenzen hinaus. Viele europäische Länder bieten exzellente medizinische Ausbildungen an, die in ganz Deutschland und der EU voll anerkannt werden. Beliebte Ziele für deutsche Studierende sind vor allem Österreich, die Niederlande, Ungarn, Tschechien oder Polen.

Jedes Land hat dabei sein eigenes Zulassungssystem. Während in den Niederlanden oft ein Losverfahren nach einer Eignungsprüfung entscheidet, setzt Österreich auf einen knallharten Aufnahmetest: den MedAT.

Das Medizinstudium im Ausland ist keine Notlösung, sondern eine strategische Entscheidung. Es erfordert Mut und Organisation, öffnet dir aber eine Tür, die in Deutschland vielleicht verschlossen bliebe.

Der Wettbewerb ist auch hier nicht zu unterschätzen. Die Teilnehmerzahlen für den MedAT in Österreich zeigen das enorme Interesse. Zuletzt meldeten sich 15.158 Personen an, von denen 11.904 tatsächlich an der Prüfung teilnahmen. In Wien konkurrieren rund 10 Bewerber um einen einzigen Studienplatz, während es in Linz mit etwa 16 Bewerbern pro Platz noch härter ist. Die Erfolgsquote in Wien liegt bei nur circa 12,12 Prozent, was die hohe Hürde deutlich macht. Mehr Einblicke dazu findest du in den MedAT-Teilnehmerstatistiken auf medgurus.de.

Wichtig ist, dass du dich genau informierst. Die Unterrichtssprache ist ein entscheidender Faktor – viele Unis bieten englischsprachige Studiengänge an, andere unterrichten in der Landessprache. Auch die Studiengebühren sind sehr unterschiedlich, aber oft eine lohnende Investition in deine Zukunft. Dein Traum vom Arztberuf muss nicht an deutschen NC-Grenzen scheitern, wenn du bereit bist, neue Wege zu gehen.

Den Bewerbungsprozess bei Hochschulstart meistern

Du hast deine Strategie für den TMS und mögliche Ausbildungen festgezurrt? Super, dann kommt jetzt der entscheidende Schritt am Schreibtisch: die Bewerbung über das zentrale Portal Hochschulstart.de.

Auf den ersten Blick wirkt das Ganze oft wie ein undurchdringliches Labyrinth aus Formularen, Fristen und Fachbegriffen. Aber keine Panik – mit einer klaren Anleitung und dem richtigen Vorgehen nimmst du auch diese Hürde ganz souverän.

Person tippt auf Laptop mit dem Text „BEWERBUNG MEISTERN“, daneben ein Kalender und ein Stift auf einem hellblauen Tisch.

Man muss es so sehen: Hochschulstart ist die zentrale Schaltstelle für die bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengänge – also Human-, Zahn-, Tiermedizin und Pharmazie. Jede einzelne Bewerbung für einen staatlichen Medizinstudienplatz in Deutschland läuft zwingend über dieses Portal.

Schritt für Schritt durch das Portal

Der Bewerbungsprozess selbst hat eine klare Struktur. Wichtig ist nur, dass du jeden Schritt absolut sorgfältig und pünktlich erledigst. Formale Fehler können dich im schlimmsten Fall die gesamte Bewerbung kosten, und das wollen wir auf jeden Fall vermeiden.

  1. Registrierung im DoSV-Portal: Dein allererster Schritt ist ein eigenes Konto im Dialogorientierten Serviceverfahren (DoSV) auf Hochschulstart.de. Direkt nach der Registrierung bekommst du deine persönliche Bewerber-ID und BAN (Bewerber-Authentifizierungs-Nummer). Diese beiden Nummern sind quasi dein Schlüssel für den gesamten Prozess.
  2. Bewerbung im AntOn-Portal: Mit diesen Zugangsdaten loggst du dich dann im AntOn-Portal (Antrag Online) ein. Hier ist der Ort, an dem du alle relevanten Daten eintippst – von deiner Abiturnote bis hin zu deinen Bonuspunkten aus dem TMS oder einer abgeschlossenen Ausbildung.
  3. Priorisierung deiner Studienwünsche: Das hier ist der strategisch wichtigste Teil deiner Bewerbung! Du kannst so viele Unis angeben, wie du möchtest, musst sie aber in eine glasklare Reihenfolge bringen. Deine Priorisierung entscheidet später maßgeblich über deine Zulassungschancen.
  4. Unterlagen einreichen: Ist online alles erledigt, musst du den Antrag ausdrucken, unterschreiben und zusammen mit allen Nachweisen (z. B. einer beglaubigten Kopie deines Abiturzeugnisses) per Post an Hochschulstart schicken.

Die Reihenfolge deiner Ortspräferenzen ist kein reiner Wunschzettel. Sie ist eine verbindliche Anweisung an das System. Ein Zulassungsangebot für eine niedrig priorisierte Uni führt dazu, dass alle noch niedrigeren Präferenzen sofort aus dem Verfahren gestrichen werden.

Die Koordinierungsphase verstehen

Sobald alle Bewerbungen eingetroffen sind, startet die sogenannte Koordinierungsphase. Stell es dir wie einen riesigen Marktplatz vor: Das System gleicht die Ranglisten der Unis mit deinen persönlichen Wunsch-Unis ab. Die Unis bieten Plätze an, und Hochschulstart prüft, wer aufgrund seiner Punktzahl und Priorisierung den besten „Match“ hat.

Erhältst du ein Angebot für deine Priorität 1, ist das Ding für dich durch – herzlichen Glückwunsch! Bekommst du aber ein Angebot für deine Priorität 4, bleiben deine höher priorisierten Wünsche (1 bis 3) weiterhin im Rennen. Du kannst also abwarten, ob sich da noch etwas tut, oder das Angebot für Platz 4 direkt annehmen. Sobald du annimmst, fliegen alle anderen Bewerbungen raus.

Wichtige Fristen im Blick behalten

Das A und O bei der ganzen Sache ist, die Fristen einzuhalten. Hier gibt es absolut keinen Spielraum – ein versäumter Termin bedeutet unweigerlich das Aus für dieses Semester.

  • Bewerbungsfrist für das Wintersemester: In der Regel der 15. Juli.
  • Bewerbungsfrist für das Sommersemester: Meistens der 15. Januar.

Diese Daten können sich immer mal leicht verschieben, also wirf unbedingt einen aktuellen Blick auf Hochschulstart.de. Plane außerdem genug Puffer für den Postweg ein! Dein Ziel ist es, diesen administrativen Teil so sauber wie möglich abzuhaken, damit sich deine ganze harte Arbeit am Ende auch auszahlt.

Die brennendsten Fragen zum Medizinstudium und NC

Auf dem Weg zum Medizinstudium tauchen immer wieder die gleichen Fragen und Unsicherheiten auf. Wir haben die wichtigsten für dich gesammelt und geben hier klare, direkte Antworten, damit du schnell wieder den Durchblick hast.

Kann ich mit einem Fachabitur Medizin studieren?

Die kurze Antwort lautet: Nein, leider nicht direkt. Um Medizin studieren zu können, brauchst du in Deutschland die allgemeine Hochschulreife, also das klassische Abitur. Das Fachabitur allein reicht dafür nicht aus.

Es gibt aber einen Umweg für Leute, die schon im Job stehen. Wenn du eine passende medizinische Ausbildung und mehrere Jahre Berufserfahrung mitbringst, kannst du über eine spezielle Eignungsprüfung doch noch die Berechtigung für ein Medizinstudium bekommen.

Zählt die Wartezeit bei der Bewerbung noch?

Hier ist die Antwort ganz einfach: Nein. Die alte Wartezeitquote gibt es nicht mehr. Das bedeutet, nur abzuwarten und Däumchen zu drehen, bringt dir keine besseren Chancen mehr ein.

Investiere deine Zeit lieber aktiv in Dinge, die dir wirklich Punkte bringen. Dazu gehören vor allem:

  • Eine richtig gute Vorbereitung auf den Test für Medizinische Studiengänge (TMS).
  • Eine anerkannte Berufsausbildung im Gesundheitswesen, zum Beispiel als Notfallsanitäter.
  • Ein anerkannter Dienst, wie ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Krankenhaus.

Genau diese Dinge werden in den aktuellen Auswahlverfahren mit Punkten belohnt und machen deine Bewerbung deutlich stärker.

Wie oft darf ich den TMS wiederholen?

Du hast genau zwei Versuche für den TMS. Den Test kannst du frühestens ein Jahr nach deinem ersten Anlauf noch ein einziges Mal wiederholen.

Und das Wichtigste dabei: Es zählt am Ende immer das bessere Ergebnis von beiden Versuchen. Du gehst also absolut kein Risiko ein – du kannst deine Chancen auf einen Studienplatz nur verbessern!

Welche Abiturnote brauche ich denn jetzt genau?

Eine feste „magische“ Note, die dir den Platz garantiert, gibt es nicht. Der NC, also der Notenschnitt, der am Ende für eine Zulassung ausreicht, entsteht jedes Semester neu – je nachdem, wie viele Plätze es gibt und wie gut die anderen Bewerber sind. In der Abiturbestenquote braucht man aber meistens einen Schnitt von 1,0.

Aber keine Panik: Im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) und der zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ) kannst du eine nicht ganz perfekte Abiturnote durch ein super TMS-Ergebnis oder eine passende Ausbildung locker ausgleichen. Eine pauschale Vorhersage, welcher NC reichen wird, ist deshalb schlicht unmöglich.

Neben den Hürden der Bewerbung ist natürlich auch die Finanzierung des langen Studiums ein großes Thema. Sich frühzeitig über einen passenden Studienkredit zu informieren, kann da eine große Hilfe sein.


Wir bei Animus Medicus wissen aus eigener Erfahrung, dass der Weg ins Medizinstudium ein echter Marathon ist. Aber mit der richtigen Einstellung und den passenden Lernmaterialien ist das absolut machbar. Schau dir doch mal unsere anatomischen Poster an. Sie helfen dir, schon jetzt komplexe Zusammenhänge visuell zu begreifen und dich perfekt auf alles vorzubereiten, was kommt. Besuche uns auf https://animus-medicus.de und starte deine Reise